Systemische Aufstellungen - was ist das?

 

„Wenn wir nicht verstehen, sind Berge Berge.
Wenn wir anfangen zu verstehen, sind die Berge nicht mehr Berge.
Wenn wir richtig verstehen, sind die Berge wieder Berge.“

(Zen- Geschichte)

Zu den Systemischen Aufstellungen gehören Familienaufstellungen und systemische Strukturaufstellungen.
Allen gemeinsam ist, dass im geschützten Rahmen einer Gruppe von mehreren Menschen und eines Gruppenleiters innere Bilder „externalisiert" das heißt aufgestellt werden. Dadurch können sie bearbeitet und verändert werden mit dem Ziel, dass sich die einzelnen Systemteile deutlich wohler fühlen. Dieses neue Lösungsbild kann wieder positiv auf die Lebensgestaltung weiterwirken.

Im Fall von Familienaufstellungen (von Bert Hellinger entwickelt) werden dabei die Gegenwartsfamilie oder die Herkunftsfamilie aufgestellt und dadurch eher unbewusste „Verstrickungen“ und einengende Lebensmuster sichtbar gemacht und verändert.

Bei systemischen Strukturaufstellungen (von Matthias Varga v. Kibed und Insa Sparrer entwickelt) werden unterschiedlichste Systeme aus den verschiedensten Bereichen wie Körpersysteme, Ziele, innere Anteile, innere Heilkräfte, Alternativen, Entscheidungsstrukturen, berufliche Organisationen o.a. aufgestellt und so angeordnet, wie es der Beziehungssicht der jeweiligen Klientin entspricht. Auch dabei werden hilfreiche neue Bilder, die weiterwirken, entwickelt.
Die gewählten Personen werden zu „RepräsentantInnen", die ihre körperlichen Empfindungen (auch ohne inhaltliches Wissen über die Zusammenhänge) ausdrücken können. Diese Fähigkeit der „repräsentierenden Wahrnehmung" scheint allen Menschen gegeben zu sein. Interpretationen und Meinungen zum Wahrgenommenen sollten dabei nicht genannt werden.

Auf Grund der Komplexität der inneren Strukturen braucht es eine gewisse Erfahrung von Seiten der Gruppenleiterinnen, um diese Ordnungsprozesse in der Gruppe übersichtlich und nützlich zu gestalten und negative Auswirkungen zu vermeiden.

Systemische Aufstellungen können einen therapeutischen Prozess unterstützen, aber nicht ersetzen. Bleibende Veränderungen und Lösungen werden häufig erst durch therapeutische Begleitung erreichbar.