Erinnerungen an traumatische Erfahrungen können sich ganz wesentlich
von den gewohnten Erinnerungen unterscheiden. Die einzelnen Sinneseindrücke
konnten zur Zeit des Traumas aufgrund der Überforderung zu keiner
Erinnerungsgeschichte zusammengefügt oder versprachlicht werden.
So bestehen sie noch lange aus einer wilden Sammlung von Bildern,
Stimmen und Geräuschen, Gerüchen und Geschmacksempfindungen,
körperlichen Empfindungen, Gefühlszuständen und Verhaltensmustern.
Diese Fragmente bleiben manchmal sogar über Jahre und Jahrzehnte
hinweg stabil und erscheinen danach immer noch so frisch wie am ersten
Tag. Übliche Erinnerungen können dagegen im Laufe der Zeit
sozialen Erwartungen angepasst, erweitert und verdichtet werden. Willkürlich
sind traumatische Erinnerungen schwerer zugänglich, aber der
kleinste Schlüsselreiz kann genügen, sie - meist genauso
ungewollt - hervorzuholen.
Die Wirksamkeit von EMDR ist durch eine Vielzahl von Publikationen wissenschaftlich nachgewiesen! Infos dazu auf: www.traumatherapie.de Neuere Verfahren benützen (teilweise ähnlich wie EMDR)
die prozessorientierte Körperwahrnehmung, um traumabedingte Symptome
aufzulösen: |